Alter ist kein KPI – Das Age Forward Lab am 24. April in Berlin

Der Arbeitsmarkt verändert sich. Karrieren verlaufen nicht mehr linear, Lebensläufe werden länger und Übergänge gehören heute zum Berufsleben. Und doch wirkt in vielen Entscheidungen weiterhin eine einfache Logik: Alter. Das Age Forward Lab am 24. April schaut deshalb genauer auf das System Arbeit und auf die Muster, die Entscheidungen dort prägen.

Der Arbeitsmarkt ist ein System

Wenn über den Arbeitsmarkt gesprochen wird, richtet sich der Blick häufig auf einzelne Teile des Systems. Auf Bewerbende, auf Personalabteilungen oder auf Unternehmen. Jede dieser Perspektiven hat ihre eigene Logik, ihre eigenen Routinen und ihre eigenen Erwartungen.

Tatsächlich entsteht Arbeit jedoch im Zusammenspiel dieser Rollen. Und in diesem Zusammenspiel wird entschieden, wie Chancen entstehen, wie Karrieren verlaufen und ob und wie Potenzial sichtbar wird.

Im nächsten Age Forward Lab in Berlin schauen wir genau auf diese Dynamiken. Und zwar nicht aus einer einzelnen Perspektive, sondern mit Blick auf das gesamte System Arbeit.

Das System Arbeit

Arbeit entsteht im Zusammenspiel mehrerer Rollen. In diesem System wird entschieden, wie Chancen entstehen, wie Karrieren verlaufen und ob und wie Potenzial sichtbar wird.

Die Arbeitenden

Menschen in Beschäftigung ebenso wie Arbeitsuchende erleben immer wieder, dass ihr Alter in bestimmten Situationen eine Rolle spielt. Jüngere gelten als unerfahren. Ältere als zu teuer, zu spezialisiert oder zu wenig flexibel. Lebensläufe werden bewertet, bevor Kompetenzen wirklich sichtbar werden.

Solche Erfahrungen beeinflussen, wie Menschen sich im Arbeitsmarkt bewegen. Gleichzeitig wirken Altersbilder nicht nur von außen. Viele Menschen übernehmen im Laufe ihres Berufslebens selbst Vorstellungen darüber, was in welchem Alter möglich oder angemessen ist. Alter wird damit nicht nur bewertet. Es strukturiert Erwartungen.

Die Vermittler

Recruiter, HR-Verantwortliche oder Headhunter bewegen sich zwischen Organisationen und Kandidat:innen. Sie übersetzen Anforderungen, vergleichen Profile und strukturieren Auswahlprozesse. Dabei entscheiden sie oft früh darüber, welche Lebensläufe überhaupt weiter betrachtet werden.

Viele dieser Prozesse arbeiten mit Kategorien und Erwartungen, die auch von Altersbildern geprägt sind. Begriffe wie „Young Talent“ oder „Senior Profile“ sind typische Beispiele dafür. Solche Kategorien wirken selbstverständlich, transportieren aber häufig implizite Annahmen über Fähigkeiten oder Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Entscheidenden

Führungskräfte und Organisationen treffen schließlich die finalen Entscheidungen. Sie definieren Anforderungen, gestalten Karrierewege und bestimmen, wem Entwicklung zugetraut wird.

Diese Entscheidungen prägen langfristig, wie vielfältig Teams sind und welche Erfahrungen Organisationen tatsächlich nutzen.

Was in diesem Lab passiert

Das Age Forward Lab macht diese Dynamiken im System Arbeit sichtbar. Das Lab ist bewusst kein Konferenzformat. Alle Teilnehmenden arbeiten aktiv mit ihren Perspektiven, Erfahrungen und Fragen.

– Verschiedene Impulse eröffnen neue Blickwinkel auf Altersbilder im Arbeitsmarkt.
– In Diskussionen wird geklärt, welche Routinen, Erwartungen und Entscheidungslogiken in den verschiedenen Perspektiven wirken.
– Und im anschließenden Workshop werden diese Perspektiven zusammengeführt.

Moderiert wird das Lab von Robert Eysoldt, Gründer von Age Bombs. Er ergänzt Impulse, verbindet Perspektiven und begleitet den Prozess durch den Tag.

Der Workshop

Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam in einem moderierten Workshop daran, die Herausforderungen der einzelnen Rollen sichtbar zu machen und das Zusammenspiel im System Arbeit neu zu denken.

Ziel ist es, konkrete Ansatzpunkte für jede dieser Rollen und das Zusammenspiel zu entwickeln, um herauszufinden, wie Erfahrung, Potenzial und Zusammenarbeit über Lebensphasen hinweg besser genutzt werden können.

Am Ende entsteht daraus ein gemeinsames Handlungspapier. Es bündelt die wichtigsten Erkenntnisse des Tages und formuliert Impulse für Organisationen und für Menschen, die das System Arbeit aktiv mitgestalten.

Die Teilnehmenden erhalten dieses Papier im Anschluss als Dokumentation. Es bündelt die wichtigsten Erkenntnisse des Labs und kann als Impuls für Organisationen, Teams und eigene Projekte genutzt werden.

Wie der Tag aufgebaut ist

Das Age Forward Lab startet gegen 10:00 Uhr und endet gegen 18:00 Uhr. Danach besteht optional die Möglichkeit, gemeinsam essen zu gehen und die Gespräche weiterzuführen.

Eine temporäre Teilnahme ist leider nicht möglich, da das Lab als zusammenhängender Prozess konzipiert ist. Das Programm findet auf Deutsch statt.

Was dich erwartet

– Exklusiver Rahmen mit maximal 25 Teilnehmenden

– Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven

– Vertiefende Diskussionen und gemeinsames Arbeiten

– Raum für eigene Fragen, Ideen und Erkenntnisse

– Ganztägiges Catering und gemeinsames Mittagsbuffet

– Optionaler Social-Media-Content rund um das Lab für LinkedIn und andere Kanäle.

Wer sollte teilnehmen?

Das Age Forward Lab möchte Menschen zusammenbringen, die Teil des Systems Arbeit sind: Menschen aus Organisationen, aus der Vermittlung von Arbeit oder aus der Perspektive der Arbeitenden selbst.

Das Lab richtet sich besonders an Menschen aus HR, Organisationsentwicklung, Führung, Beratung, Wissenschaft, Kreativwirtschaft oder Unternehmertum, die verstehen wollen, wie Altersmuster entstehen, wie sie Entscheidungen beeinflussen und was sich verändern lässt.

Was kostet die Teilnahme

Die Teilnahme kostet 180 Euro netto und umfasst die genannten Leistungen.

Dafür erhältst du Zugang zu einem inspirierenden Tag voller Austausch, neuer Perspektiven und spannender Begegnungen, eingebettet in ein sorgfältig kuratiertes Setting, das auf inhaltliche Tiefe und persönliche Relevanz ausgelegt ist.

Wie man teilnehmen kann

Das Lab ist ein kuratierter Raum. So stellen wir sicher, dass unterschiedliche Perspektiven im System Arbeit im Raum vertreten sind. Wenn du teilnehmen möchtest, schick bitte eine Mail an hello@agebombs.com und erzähle kurz, warum du dabei sein willst und welche Perspektive du mitbringst.

Ausblick

Das Age Forward Lab „Alter ist kein KPI“ soll es demnächst auch in Hamburg und München geben. Sobald die Termine feststehen, werden sie hier angekündigt.

Hier findest du noch weitere Infos zum Age Forward Lab.

Du hast Fragen zum Lab?

Wenn du Fragen zum Lab hast oder überlegen möchtest, das Age Forward Lab auch in deine Region zu holen, kannst du hier einen Videocall mit Robert Eysoldt buchen.

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