Co-Aging – Wie wollen wir in Zukunft miteinander arbeiten und leben?

Wir werden älter, bleiben länger aktiv und bewegen uns in Lebensläufen, die offener und unvorhersehbarer sind als je zuvor. Gleichzeitig wechseln Millionen Menschen aus der Erwerbsarbeit in eine neue Lebensphase. Viele wollen diese bewusst gestalten, Sinn stiften und sich einbringen. Manche wollen noch einmal durchstarten. Doch unser Alltag hält mit dieser Entwicklung kaum Schritt.

Die größte Übergangsbewegung der letzten Jahrzehnte

Auf Basis einer Studie des Institut der deutschen Wirtschaft werden etwa 16,5 Millionen Personen bis 2036 in Rente gehen. Deutschland erlebt somit die größte Übergangsbewegung der letzten Jahrzehnte. Und Übergänge gehören zu den fragilsten Phasen des Lebens und darauf sind wir häufig kaum vorbereitet. Was Menschen individuell fordert, verschiebt gesellschaftlich das Gleichgewicht. Und wenn viele gleichzeitig ihre Rollen wechseln oder verlieren, verschiebt sich das soziale Gleichgewicht.

Denn wenn Menschen mit Erfahrung, Neugier und Fähigkeiten fehlen, entsteht ein Vakuum. Orientierung bricht weg. Energie verpufft. Ideen bleiben liegen. Altersdiversität verbindet, was sonst auseinanderdriftet. Sie hält zusammen, wenn Sicherheiten bröckeln. Und sie macht Gesellschaft widerstandsfähiger, weil viele Perspektiven in Bewegung bleiben.

Doch die Strukturen, in denen wir leben, arbeiten und lernen, sind auf diese Realität kaum eingestellt.

Genau hier setzt Co-Aging an

Gemeinsam mit BEYDES New Working Culture startet Age Bombs ein Pilotprojekt, das zeigen möchte, wie Arbeiten und Leben über alle Lebensstufen und Lebensrealitäten zusammenfinden können. Und wie diese Energie über das Haus hinaus in den Stadtraum wirken kann.

Dafür wollen wir in verschiedenen Formaten Menschen aus unterschiedlichen Lebensphasen in einem gemeinsamen Raum zusammenbringen. In einen Ort, der zeigt, wie Altersdiversität praktisch funktionieren kann: durch Begegnung, durch gemeinsames Machen und durch Formate, die Orientierung ermöglichen.

Warum Co-Aging?

Viele Menschen erleben heute Situationen, in denen ihr Alter – bewusst oder unbewusst – plötzlich eine Grenze zieht:

Rollenverlust – Struktur, Sinn und Zugehörigkeit brechen weg, wenn Arbeit endet.
Fehlende Teilhabe – Fähigkeiten finden keinen Ort, der sie aufnimmt.
Einsamkeit – Menschen bleiben innerlich allein, selbst wenn andere im Raum sind.
Digitale Exklusion – Technik verweigert den Zugang, wenn wir nicht mitgenommen werden.
Lebensräume ohne Anschluss – Wohnen, Stadt und Alltag passen nicht zur eigenen Lebensphase.
Fehlende Rollenbilder – Es fehlen Vorbilder, die zeigen, wie Altersvielfalt im Alltag wirken kann.

Wenn wir diese Lücken schließen wollen, brauchen wir Räume, in denen alle Lebensrealitäten gleichzeitig vorkommen.

Was Co-Aging @ BEYDES leistet

Co-Aging @ BEYDES macht Altersdiversität erlebbar. Es öffnet einen dritten Ort, an dem Teilhabe beginnt und neue Rollen entstehen. Ein Ort, der zeigt, wie Menschen gemeinsam wirksam werden, ohne dass ihr Lebensalter eine Rolle spielt.

BEYDES wird dafür zum idealen Ausgangspunkt. Ein Haus, das Coworking und Nachbarschaft verbindet und bereits heute ein lebendiges Umfeld für gemeinsames Arbeiten und Leben bildet.

Hier wird angedockt.
Hier wird sichtbar, was jemand kann.
Hier entstehen neue Rollen.
Hier wächst Verbindung.
Hier kommt man ins Machen.

BEYDES wird so zum kreativen Biotop und Epizentrum einer Nachbarschaft, in der Menschen sich gegenseitig stärken, Wissen teilen, Räume gestalten und Übergänge begleiten.

Wie Co-Aging @ BEYDES wirkt

Co-Aging schafft Orientierung. Menschen können erfahren und verstehen, wo sie stehen und wohin sie wollen. Dafür sollen moderierte Räume entstehen, in denen sie den nächsten Schritt klären und neue Rollen vorbereiten.

Co-Aging macht Wirkung sichtbar. Wenn Geschichten geteilt werden – über Lernen, Verluste, Neuanfänge oder spätere Chancen – entstehen Bilder, die Mut machen und Altersvielfalt zeigen.

Co-Aging öffnet Verbindung. Wenn Menschen erzählen, was sie können – handwerklich, kreativ oder organisatorisch – wird Wissen anschlussfähig. Fähigkeiten, die sonst ungenutzt bleiben, beginnen zu wirken.

Co-Aging @ BEYDES wirkt in zwei Richtungen

Wenn BEYDES das kreative Biotop und Epizentrum ist, dann ist der Stadtraum der Resonanzkreis mit eigenen Formaten. Mit Spaziergängen, Mapping-Formaten und Pop-up-Interventionen soll sich die Stadt für neue Perspektiven öffnen. Damit Menschen sehen, wie Plätze, Wege und Nachbarschaften wirken, wenn Alter mitgedacht wird.

In dem Impulse hinausgehen und mit neuer Energie zurückkommen, entsteht ein lebendiger Kreislauf.

Was jetzt beginnt

Co-Aging @ BEYDES wächst durch Menschen, die sich einbringen wollen, etwas beitragen können und die neugierig sind, wie ein neues altersübergreifendes Miteinander aussehen kann und Alter und Altern mit uns neu denken wollen.

Wer die Idee von Co-Aging @ BEYDES unterstützen möchte, kann gerne den Online-Fragebogen ausfüllen. Die Antworten helfen uns, relevante Formate zu entwickeln. Und wenn du uns im Fragebogen deine E-Mail-Adresse hinterlässt, werden wir dich über die weiteren Schritte informieren.